Sunday Worship Service 5 pm

Tuesday, May 6, 2014

Gott allein die Ehre ?
























So redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. 
Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue. 
Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war (...) 
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. 
Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 
Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.  
Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war.    
Joh 17, 1-5; 17-24 





"Ich weiß nicht, warum die Kirche immer beansprucht, so wichtig zu sein. Ich kann doch ein guter Mensch sein, auch wenn ich nicht dauernd in die Kirche renne. Ich finde Gott eher in der Natur. Da spüre ich ihn eher als in kalten Kirchenmauern."


So oder ähnlich habe ich schon oft Menschen reden hören, ihr bestimmt auch. Menschen, die keine Lust haben auf tote Rituale, auf sinnleere Gottesdienste und eine nichtssagende Versammlung von Menschen, die man nicht einmal unbedingt kennt. Auf jeden Fall nicht näher kennt.


Und es ist ja wahr. Unsereins hält sich heutzutage viel zu viel in geschlossenen Räumlichkeiten auf, wo unser Blick auf wenige Kubikmeter eingegrenzt ist und wir von fast ausschließlich toten Gegenständen umgeben sind. 

Kein Wunder, dass wir so muffig, eingeschränkt und teilweise depressiv durchs Leben schlittern, wenn wir den Blick für unsere wunderschöne riesengroße weite Welt verloren haben.


Ja, es ist höchste Zeit, sich wieder einmal aufzumachen und Zeit in der Natur zu verbringen. Der Garten ist schon mal ein guter Anfang, aber ich denke da besonders auch an die buchstäbliche Erweiterung unserer Sinne: Große Wälder, endlose Hügel und Felder, schneebedeckte Berge und das weite, wunderschöne Meer, an dem sich Himmel und Erde am Horizont berühren. 

Der Nachthimmel, unbeschmutzt vom künstlichen Licht unserer Städte. Das endlose Sternenmeer, bei dem man, je länger man hinsieht, mehr und mehr Schichten dahinter erkennt, bis einem vor lauter Ewigkeit ganz schwindelig wird. 

Es ist Zeit, den Wind zu spüren, der mir warm übers Gesicht streicht, dem Gesang der Vögel zu lauschen, einen Blick auf wilde Tiere zu erhaschen, und sei es auch nur ein kleines flinkes Eichörnchen. Staunen. Genießen. Durchatmen. Erkennen, dass mein kleines Leben nur ein kleiner Teil eines viel größeren Ganzen ist.


Das kann schon recht tröstlich sein. Davon redet auch der Psalm 19: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme.  

Man hat bis vor wenigen Jahren nicht gewusst, dass die Sterne tatsächlich singen. Heute ist die NASA in der Lage, elektomagnetische Schwingungen in Audiosognale umzuwandeln und entdeckt dabei faszinierende Melodien, die jeder einzelne Himmelskörper individuell für sich singt  (bes. ab 3:03 und 8:15) "... unhörbar ist ihre Stimme." Das ist wahr, unhörbar für das menschliche Ohr. Aber mit der richtigen Umwandlung ist sie jetzt hörbar. Faszinierend. Wunderschön. Beeindruckend.


Aber was genau singen sie ? Was genau erzählt die Natur ?

Sie erzählt von der hochintelligenten Größe und gewaltigen Herrlichkeit einer Macht, das unendlich größer ist als wir. Wir daneben sind klein und unbedeutend. Das zu erkennen ist schon mal ein guter Anfang. Aber was suchen Menschen in der Natur ? Gottes Ehre ? Oder Bestätigung ihrer selbst ?


Denn alles Andere kann man beliebig interpretieren.

Mancher sucht im Wald nach Bestätigung seines Glaubens an die Mutter Natur, mancher glaubt, alles, auch Bäume und Steine sind Gott, manche suchen in der Natur ihre Schutzengel, manche sogar einen Geist aus vergangenen Zeiten.


Der Psalm 19 bleibt hier nicht stehen. Er fährt fort, Gottes Offenbarung in Seinem Wort zu preisen. 

Er ist geradezu gepackt von einer Begeisterung über Gottes Wort. 

Er preist seinen Gott über die Dinge, die Er ihm klargemacht hat, die er ohne Ihn gar nicht wüsste.

Offenbarung von Wahrheiten, die wir alleine irgendwie immer übersehen. 

Über gute, gerechte Wege, über Mut zum Sündenbekenntnis, zur Ehrlichkeit, und die Gnade der Vergebung. 

Und der Psalm endet mit dem Schlüssel für etwas, was kein Mensch wissen kann, ohne dass Gott Ihm das offenbart: Gott will mein Erlöser sein.


Die Natur kann uns Menschen auf die Suche schicken nach mehr von dem, der dahinter steckt. Wir können es aber dabei bewenden lassen, das zu suchen, was wir immer suchen, nämlich unsere eigene Ehre. Genau wie bei jeder anderen Sache, mit der Gott unser Herz sucht. Unsere selbstbezogene Reaktion auf Gottes Größe.


Ich frage mich, wie kommt es, das Menschen alles Mögliche gut finden und tolerieren, aber nicht Jesus. Der Name Jesus stört. 

Neulich im Religionsunterricht mit den jungen Erwachsenen nahmen wir Weltreligionen durch, beschäftigten uns mit der Geschichte des Christentums, und dann nannte ich, vielleicht etwas unerwartet, den Namen Jesus. Sofort kam als Reaktion ein Kichern und alberne Bemerkungen. 

Ich fragte zurück: Warum lacht ihr über diesen Namen ? Ihr habt doch auch nicht gelacht, als ich Buddha nannte oder Muhammed oder Konfuzius. Warum stört euch dieser Name ?


Ich glaube, der Grund ist ist, weil der Name Jesus es uns nicht erlaubt, weiter unsere eigene Ehre zu suchen. Der gekreuzigte, gefolterte Gottessohn stellt unser Selbstbild in Frage. Stellt in Frage, dass wir doch ganz ok sind. Dass wir ohne Ihn auch ganz gute Menschen sein können. Dass wir es alleine schaffen. Dass wir selber wissen, was gut für uns ist. 
Was soll dieser Stress mit der Sünde ? Warum dieses blutige Schauspiel?


Dieser Jesus wirft mit seinem blutigen Kreuz all das über den Haufen und zwingt uns zu einer Reaktion: 

Halten wir unseren selbstgebastelten wertgeschätzten Haufen krampfhaft fest, dass er uns nicht einstürzt, und lästern diesen Jesus einfach weg ? 

Oder man könnte ja auch das Fahrzeug des Lebens in eine Gegend manövrieren, wo Er uns möglichst nicht mehr unter die Augen kommt ? 

Es könnte aber auch sein, dass wir merken, dass Er uns zu stark ist und wir Ihm soundso nicht entkommen können. Dann könnte man das Christentum auf so eine Weise definieren, dass wir trotzdem noch genug vom Kuchen der Ehre abbekommen. Wenn auch nicht öffentlich (als Christ tut man ja bescheiden), aber doch innerlich, in unserer Überzeugung von uns selbst ?


Oder wir machen es ganz anders: wir stellen uns Ihm, atmen einmal tief durch, nehmen unseren Mut zusammen und sehen Ihm in die Augen und hören Ihm zu. Und erkennen plötzlich etwas, für das wir kein besseres Wort haben als: Jesu Herrlichkeit.


Die Natur hat keine Antwort auf meine Fragen. Sie hat keine Antwort auf meine Sünde. Sie hat keine Antwort auf meine Sehnsucht danach, geliebt zu sein. Diese Antworten müssen von Gott direkt kommen.

Das aber immerhin macht die Natur uns kleinem Menschen deutlich: Mir gebührt keine Ehre !  Dem, der dahinter steckt, dem gebührt alle Ehre. Wer ehrlich ist und seine Augen aufmacht, erkennt Gottes Herrlichkeit in der Natur. Seine Größe, Seine Allmacht, Seine Weisheit und Seinen Sinn für fantastische Schönheit.


Wenn ein Mensch sich dann ehrlich genug auf die Suche macht, dann fängt er an, einen Gott zu entdecken, der alle seine Vorstellungen von "herrlich" sprengt. 

Gottes Herrlichkeit, und Seine Herrlichkeit in Jesus ist das Thema des Johannesevangeliums. Fast 30 Mal kommt hier das Wort Ehre oder Herrlichkeit vor. Jesus gebraucht diese Worte ständig.


Was bedeuten diese veralteten Worte ?
* Ehre ist ein Wort, das beschreibt, wieviel Wert man einer Sache zuschreibt.
* Herrlichkeit ist es, wenn man erkennt, welchen tatsächlichen großen Wert diese Sache wirklich hat.


Hier ist eine Provokation, eine Kampfansage an unsere Wertvorstellungen. Denn neben diesem Gott, der die Welt so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingibt für uns, verblasst alles Andere in die Bedeutungslosigkeit. 

Und daran scheiden sich tatsächlich die Geister. Hat Gott allein die Ehre verdient ? Hier muss eine Entscheidung fallen. Laut oder leise. Aber sie fällt.


Ich lade euch ein, jemandem zuzuhören, der Gott einen so großen Wert zumisst, dass er bereit war, alles für Ihn zu tun, nämlich sein Sohn Jesus. Ich habe hier eine Ton-Aufnahme aus dem Film "Das Johannesevangelium". Nachdem sich Jesus kurz vor Seinem Tod von Seinen Jüngern verabschiedet hat, spricht Er vor dem Gang nach Gethsemane mit Seinem Vater. Johannes Kapitel 17. Das hohenpriesterliche Gebet Jesu.




Aus den Worten Jesu spricht etwas, was dieser Welt völlig fremd ist. Es ist eine Leidenschaft, ein Verlangen, eine Hingabe und Liebe an den Willen Seines Vaters, die diese Welt nicht kennt.


Diese Welt kennt nur das eifersüchtige Begehren nach eigener Ehre, nach eigenem Wert, wie auch immer das aussehen mag. Ein Wert, den wir haben wollen unabhängig von Gott. 

Sei es, dass wir Gott ganz ablehnen - oder dass wir Ihn zwar wollen, aber alles dafür tun, um dennoch einigermaßen gerecht dazustehen vor Ihm, um seine Gnade zu verdienen. 

Wie das aussieht, hat unzählige Varianten. Aber alle diese Varianten stehlen Gott die Ehre. Auf Englisch gibt es den Ausdruck glory thieves. Ehren-Diebe. Wir sind alle von Natur Ehren-Diebe.


Gott bietet uns etwas anderes an als das, worum wir vergeblich kämpfen und womit wir uns ständig selbst und Andere verletzen: Seine Liebe. Seine bedingungslose Liebe.

Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.

Wenn Jesus das so betet, dann hat das eine große Bedeutung.


Er redet ja nicht von einer Art Herrlichkeit, die es ein für allemal allen endlich zeigt, wer hier die Macht und das Sagen hat. 

Jesus redet von Seiner Verherrlichung am Kreuz. 


Jesus will, dass die Welt erkennt, wie sehr er den Vater liebt - wie viel der Vater wert ist. 

Jesu größtes Verlangen ist es, der Welt die Augen zu öffnen für die Schönheit und die unermessliche Liebe Seines Vaters. 

Und des Vaters größtes Verlangen ist es, der Welt die Augen zu öffnen für die Schönheit und die unermessliche Liebe Seines Sohnes.


Eine Liebe, die nichts anderes benötigt, um glücklich zu sein. 

Die auch mich nicht benötigt, um glücklich zu sein ? Fühlst du dich plötzlich überflüssig ? Nein, keine Angst ! Denn darin liegt unsere ewige Sicherheit ! 



Es ist Seine Liebe, die uns hält, und wir müssen sie uns nicht verdienen. Wie könnten wir so eine Liebe auch verdienen ! Diese Liebe wankt nicht.


Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Die Herrlichkeit Jesu liegt nicht in Seiner Macht oder in Seiner Überlegenheit. Die Herrlichkeit Jesu liegt in Seinem atemberaubenden Charakter, in der Bodenlosigkeit Seiner Liebe. 

Der Vater ist so glücklich über diesen Seinen Sohn, Er ist so stolz auf Ihn: Seht meinen Sohn, an ihm habe ich mein Wohlgefallen, an ihm habe ich meine große Freude.


Und das will Jesus am Kreuz mit Seinem Leiden und Tod enthüllen. 

Die Herrlichkeit Jesu liegt darin, den Auftrag Seines Vaters zu erfüllen: Das durch die Sünde Zerstörte zu heilen und das in der Gottesferne Verlorene zu retten und dafür den höchsten Preis zu bezahlen, den Er bezahlen konnte: Allen Schmerz der Welt. Alles Böse der Welt. Sein ganzes Blut.


Wie sah das denn aus, als der Vater am Kreuz Seinen Sohn verherrlicht hat ?

Am Kreuz fand die allergrößte Belastungsprobe für den Charakter Jesu statt. Wie stark ist Seine Liebe zum Vater wirklich ? Wie stark ist Seine Liebe zu uns ? 

Das volle Gewicht des menschlichen Hasses, von Gemeinheit und Selbstgerechtigkeit verlogener selbstsüchtiger Menschen lag auf Ihm, um zu testen, wie viel Er sich wirklich von uns bieten lässt, bevor Er uns aufgibt. 


Nach der gesamten Bosheit der Weltgeschichte, die in den finsteren Stunden auf Jesus gelegt wurde und an Seinen durchnagelten Händen und seiner durchbohrten Seele zerrte, war Seine Schlussfolgerung nicht etwa: Diese Hunde, jetzt sollen sie kriegen, was sie verdienen. 

Sondern: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!


Unser Gott ist der einzige Gott, der die Narben unserer Bosheit trägt - und uns immer noch liebt ! 

Das. Ist. Herrlichkeit.


Was ist das für ein Gott, der sich beleidigen lässt von uns unverbesserlich besserwisserischen Winzlingen, der sich bei allen Beweisen Seiner Güte, Liebe und Treue ständig noch boshafte Absichten unterstellen lässt, sich bei aller Weisheit und Größe, die aus der gesamten Schöpfung mit lauter und deutlicher Stimme sprechen, sich dennoch als unfähig, unvernünftig und bedeutungslos beschimpfen lässt - Der Vater leidet am meisten an unserer abgrundtiefen Sünde. Und liebt uns immer noch. Und wartet immer noch. 

Das. Ist. Herrlichkeit.


Aber wer sieht das denn schon ?


Jesu Gebet geht weiter. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.

Golgatha war nicht das Finale. Es war ein Zenit, ein Scheitelpunkt der Weltgeschichte, aber es geht weiter. 

Jesus will, dass Seine Jünger, die erkannt haben, welchen Wert Er hat, welchen Wert der Vater hat, wie herrlich Seine Liebe ist, es anderen Menschen weitergeben. Und das geht nur, wenn sie selbst kein Problem mit eigener Ehre haben, wenn sie keine Ehrendiebe sind.


Deswegen betet Jesus um unsere Heiligung. Unsere Heiligung bedeutet zwei Dinge. Zum Einen ist, was heilig ist, Gott geweiht. Zum Anderen ist das, was zu Gott gehört, so wie Gott - nämlich anders. Heilig bedeutet "anders" - anders als normal, weil dem Herrn ähnlich.


Anders durch die Wahrheit. Den Mut zu seinen Fehlern zu stehen. Das ist anders. Das fällt auf. 


Es ist die Wahrheit, dass wir alle ganz miese Sünder sind, wenn wir ehrlich sind, und keine Chance bei Gott haben, außer Er tut was dagegen. 

Und das hat Er. Jesus sagt, Ich heilige mich selbst für sie

Das bedeutet, Er hat unseren Schuldschein abbezahlt, bis zum letzten Tropfen.


Unsere Heiligung besteht nicht darin, perfekt vor Gott zu kommen, sondern darin, zuzugeben: Du hast Recht, Gott. Ich bin verloren. Ich hab verspielt. Ich habe nichts. Sei mir Sünder gnädig. Und hier falle ich in Gottes offene Arme.


Heilige sie in der Wahrheit  bedeutet, Mut zur Ehrlichkeit. Das Versteckspielen ist vorbei. Ich muss mich nicht mehr wie Adam und Eva mit Feigenblättern hinter einem Busch vor Gott verkriechen und dreist meine Verantwortung abstreiten.


Ich darf ganz durchsíchtig und ehrlich werden, vor Gott und vor den Menschen, denn auf mich wartet nicht meine Verdammnis, meine gerechte Strafe, sondern die vergebende Liebe des Vaters. 


Das war übrigens schon immer so. Gott hat sich nicht geändert. Gott hat schon immer darauf gewartet, dass sich Seine Menschen auf Seine Gnade werfen, seit Adam und Eva.


Aber hier, im Kreuz Seines geliebten Sohnes, hat Gott im Allerletzten offenbart, wie einzigartig unfassbar entwaffnend herrlich Er ist: Die himmelschreiende Herrlichkeit Seiner Liebe.


Jesu Gebet ist es, dass auch wir allein die Herrlichkeit dessen suchen, der sie verdient hat: Nämlich Gott. Gottes Ehre suchen.


Wenn das einer von uns schon mal erkannt und versucht hat, kann das sein, dass er das als ziemlich anstrengend erlebte. Es ist sehr anstrengend, unserem ungebändigten Trieb nach Anerkennung zu trotzen. Und höchstwahrscheinlich geht das auch ohne Kampf gar nicht ab.


Nur sieht es in diesem Gebet Jesu nach einem ganz anderen Schwerpunkt aus: Es geht nicht darum, mein eigenes Begehren nach Ehre totzuwürgen. Es dreht sich alles darum, Jesu Herrlichkeit zu sehen. Diese Liebe. Dieses Opfer. Diesen entschlossenen Gehorsam, den Jesus selbst sein Glück, Seine Erfüllung nennt.


Jesu Glück und tiefe Freude, ja, die wünsche ich mir auch. 


Aber wir finden unser Glück nicht wo anders als Jesus !


Unser Glück, von Anfang der Schöpfung an, liegt darin, Gott als so wundervoll zu sehen, wie Er wirklich ist. Und sich von Seiner Liebe beschenken lassen, die auf nichts anderes gegründet ist als - auf Seiner Liebe.



Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war.




Wenn wir dahin kommen, unser gesamtes Leben, unsere gesamte Zeit bei Ihm zu verbringen und Seine Herrlichkeit zu schauen, Ihn zu sehen als so wertvoll und kostbar, wie Er wirklich ist - dann ergibt sich der Rest.


Da erkennen wir die Unsinnigkeit, um unsere eigene Ehre zu kämpfen, und überlassen sie lieber Ihm. 

Nein, wir überlassen sie Ihm nicht einfach, es drängt uns vielmehr, Ihm unsere Liebe und unseren Lobpreis und unsere Anbetung vor die Füße zu legen. 

Es drängt uns, vor Menschen immer und immer wieder danach zu streben, wie wir Seinen Namen größer machen können, wie wir Seinen Wert hervorheben können - im Gegensatz zu der derben Herabsetzung, die Sein Heiliger Name ansonsten in unserer Welt erfährt.


Im Schauen von Jesu Herrlichkeit werden wir Menschen, die wie Jesus gelassen hinnehmen können, dass man ihre Ehre schmälert, aber dennoch mit der gleichen Hingabe alles tun, was Gott ihnen aufgetragen hat. Einerseits tätige Treue, andererseits demütige Unerschütterlichkeit.


Und nur so ist es möglich, Jesu Gebot zu erfüllen und in der Gemeinde Jesu eins zu sein. 

Denn wo wir um unsere eigene Ehre kämpfen, stehen wir Gottes Reich gewaltig im Weg. Es geht ja um unsere Herrlichkeit. Unsere Klugheit. Unser Lob.


Wenn wir aber Ihn sehen, wie Er ist, verliert alles Andere an Gewicht.


Die Welt soll erkennen, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. 


Was ? Gott liebt uns so, wie Er Jesus liebt ? Hallo ? Dass Er Jesus liebt, ja natürlich, das kann ich sehr gut verstehen.

Auch dass Er uns irgendwie liebt, ok ... aber so sehr, wie Er diesen Seinen wundervollen, unvergleichlich kostbaren, reinen, heiligen, gerechten Sohn liebt ? Das ist ein Hammer !


Warum tut Er das ? Wie kann Er das ? Ich bin nicht auf der gleichen Stufe wie dieser wundervolle Sohn.


Aber hier reißt der Vater das letzte Bollwerk unseres Stolzes und unserer Angst ein: Ja, Er liebt uns um Jesu willen so sehr, so sehr wie Jesus selbst.

Das ist eine Botschaft, die du draußen in der Natur nicht hören kannst. Die hörst du nur in Seinem Wort, und dort, wo Seine Leute sind.


Wir werden das, wozu Jesus uns machen will, dadurch, dass wir tagein, tagaus Seine Herrlichkeit sehen, und dass dann diese Herrlichkeit aus uns so strahlt, dass wir uns selber wundern, wo das herkommt. 

Wenn wir uns durchleuchten lassen auf dunkle Flecken, die hier und da immer wieder neu auftauchen. 

Und uns waschen zu lassen durch Sein Blut am Kreuz.


Dazu gehört einerseits Selbstaufgabe, nicht mehr meine eigene Selbstverteidigung zu suchen, sondern die Ehrlichkeit.


Andererseits aber auch die Entschlossenheit, diese Seine Herrlichkeit täglich zu suchen, mir die Zeiten zu erkämpfen, wo ich alleine mit Ihm bin, wie Er selbst diese Zeit alleine mit dem Vater gesucht hat. Jesus hat es uns vorgemacht: Früh am morgen, bevor es Tag wurde, stand er auf und ging um zu beten.


Was hat Jesus eigentlich im Gebet getan ? 

Er hat Seinem Vater zugehört. Jesus kannte das Wort Gottes in- und auswendig. 

Woher kennt dieser Jesus denn die Schrift, obwohl er nicht offiziell bei den Rabbinern studiert hat? 

Auch diese Kenntnis kam Jesus nicht übernatürlich. Er hat sich Zeit genommen, die Schrift kennenzulernen. Viel Zeit.


Es kostet etwas, Prioritäten zu setzen. 

Wenn ich es mich nicht so viel kosten lasse, zeigt es, dass meine Prioritäten woanders liegen. 

Es ist eine Entscheidungssache. Jeden Tag neu.


Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war.

Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.



Lieber Vater, ich wünsche mir, dass Du Deinen geliebten Sohn Jesus in mir verherrlichst. Lass mich Ihn suchen und schauen und Seine Ehre.










Saturday, May 3, 2014

Is It Love or Lust?


Not only for Girls ... 




by Khara Campbell

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Does he love you or is he lusting after you?
Does he really want to know you: your thoughts, your dreams, and your fears? Or is it all for the physical?
If he’s showing obvious signs that he only wants the cookie, the fruit, the flower or whatever reference you have for your nature below, then maybe it’s time to – LET HIM GO! Is he really worth you wasting your time or more importantly your faith? I think not.
No one is worth losing your faith in God – yes I said it, no one. Now I know this is easier said than done especially if you have already developed strong feelings for him – possibly even love, but as hard as it may be now to walk away if you have to, it may be even harder later when even more feelings are developed on your end and or if his pressure towards you to give in to sex increases.
Because if he is only in the relationship to get in your pants one of two things is guaranteed to happen in my opinion: (a) he will throw in the towel early and move on to the next woman or (b) he is going to stay around as long as possible to break you – you will become his challenge, his conquest.
And is this really what you want? For him to tell you all the right things to get you weak, vulnerable and right where he wants you only to win the prize and walk away leaving you broken hearted and guilty for giving in.
Maybe that isn’t your situation, perhaps your man does love you, but he doesn’t share your Christian faith and values, having sex out of wedlock is one compromise – what about the others ahead while you both are unevenly yoked?
Your faith in God should be a lifestyle and if your man doesn’t share that cutting ties now may be easier than having to do it later.

If you find or have a man that desires to know you beyond the physical and can honestly respect your decision to honor your desire to abstain from sex until marriage then maybe this guy is worth holding onto for the walk down the aisle.
He can possibly be the one that loves you (Read 1 Corinthians 13:4-8 NIV). If God can give women the desire to uphold His word about abstaining from sex until marriage then He has also given it to men.
Not all men are running around trying to have sex any chance they get, men can honor God too. And to find a man after God’s heart is a great thing! This type of man will honor you because he honors God.
So don’t lose hope if you haven’t found this man yet, surrender your list of what you desire of a husband and allow God to intervene as you obediently prepare yourself for your mate.
Because to be honest, finding a husband is one step – keeping him and having a successful marriage is a WHOLE different ball game which you need to be prepared for. So while you are dating – date with a purpose.



Tuesday, April 29, 2014

Jesus’s Closest Companion





By David Mathis


The Holy Spirit. There is “something wonderfully mysterious” about him, says pastor and theologian Sinclair Ferguson.

He is the third person of the Trinity, the “self-effacing” member. He works ever in tandem with God’s word — incarnate, spoken, and written. He is one of the Christian’s greatest sources of comfort. And too often he is one of the church’s greatest sources of controversy.

No Other Friend Like This


But before getting bogged down in dispute related to his miraculous gifts and mysterious works in the church today, take a step back and see who he is, and who he has been, beyond the firestorms about prophecy, tongues, and healing.

“The best way to think about the Holy Spirit,” says Ferguson, “is to think of him as the closest companion of the Lord Jesus.”


Not only has he been the Son’s eternal partner in the uncreated fellowship of the Trinity, but the Spirit was there with the Father and Son at creation (Genesis 1:2). He was there overshadowing Jesus’s conception (Luke 1:35), and there at his baptism (Luke 3:22) and temptation (Luke 4:1–2). Jesus performed his miracles through the power of the Spirit (Luke 4:14–19).


When Jesus’s closest earthly companions betrayed him, denied him, and scattered, the Spirit walked with him all the way into the jaws of death, empowering him to offer himself freely (Hebrews 9:14). And the Spirit was there on Easter Sunday to raise him in power (Romans 1:4). Indeed, what a companion he is.

Should We Give Attention to the Spirit?


When asked about the Holy Spirit, Ferguson says his mind first goes to Jesus’s “Farewell Discourse” in the Gospel of John, chapters 14–17. As Calvin says, if the other Gospels show us Jesus’s body, it is John’s Gospel that shows us his soul.

Here we learn about the Spirit’s “self-effacing” nature, as Jesus says the Spirit “will bear witness about me” (John 15:26) and “will glorify me” (John 16:14). But there is more to say that just this. 


Even as riddled as we are about so many questions concerning the Spirit, God has not left us without significant revelation about his person and work.

Says Ferguson, we should give attention, and glory, to the Spirit. “Just because he draws attention to Jesus, doesn’t mean we should ignore him.”

He Adds the Finishing Touches


Some have summarized the partnership of the Trinitarian persons as the Father plans, the Son accomplishes, and the Spirit applies. The persons of the Godhead are indivisible in their working, but there is a sense in which one person leaves fingerprints on particular actions. Ferguson’s summary of the Spirit’s part is this: “He’s the one who puts the finishing touches to things.”


When the seeming crazies come out of the woodwork, fascinated with all things bizarre in the name of the Holy Spirit, Ferguson counsels that we take them to Jesus’s own words about the Spirit. “The Lord’s sheep hear the Lord’s voice,” he reminds us. 


Look at Jesus’s words together. Most Christians have the least hang-ups about Jesus. Let him speak to us about his closest companion.

The Spirit and the Word


And one important item to draw attention to is that the Spirit’s work accompanies the Word incarnate and the work spoken.

We should not think about the work of the word without the work of the Spirit, and vice versa. “The Spirit will use the word, and the word will be used by the Spirit.”




In this new episode of Theology Refresh, Sinclair Ferguson — author of a significant book-length-treatment of the Holy Spirit — draws our attention to this person about whom there surely is “something wonderfully mysterious.”


To access this 12-minute episode, click below.

Friday, April 25, 2014

Sinner, Come Home




Sinner, Come HomeMy heart was already full as John Piper began his message that would close the recent Together for the Gospel conference. 

I prayed that God would use his message to implant a passion within our hearts that would shape our lives and ministries for the length of our days.


I was very moved by John’s faithful, careful, and precise exposition of Romans 9. 
He pointed us to the infinite grace of God and to the assurance of his sovereignty and then pointed us to Paul’s agony over the lostness of his own people, his “kinsmen according to the flesh.” 
Are we driven by the same agony when we see the lost around us?

I was honestly unprepared for where John would take us at the conclusion of his message. 
He took us into a crowded tent where he, as a young boy, saw his own father, an evangelist, plead with sinners to come to Jesus — “Won’t you come? . . . Won’t you come?”

Time and space seemed to collapse for me as I remembered being in the same kind of meeting, hearing the same gospel pleading, many, many times as a boy. 
I remember one time in particular, when as a nine-year-old boy I heard a part-time preacher who was a full-time phosphate miner preach the gospel and then plead with us to come to Christ. And I did.

I know there was more to my salvation than was evident in that moment. 
I know that my salvation is secured in the eternal plan of a sovereign God. 
I know that I was effectually called by the Holy Spirit. 
I had the blessing of Christian parents and constant Christian witness. 
But I also know that the Holy Spirit used a simple preacher who was willing to plead with sinners, and thus I came to Christ.

When John began to sing, “Softly and Tenderly, Jesus Is Calling,” and to sweetly call a generation of young Reformed Christians to sing it with fervor and broken-hearted pleading, my heart broke. 
I tasted again the sweetness of my own conversion, and I felt more at home than words can describe.

But I was also broken-hearted with a sense of loss that so many of the 8,000 young people in that great room had never seen an evangelist plead, a godly father present the gospel, a sinner called by the Holy Spirit flee to refuge in Christ.

Imagine what it was like to hear 8,000 voices, mostly young and mostly male, singing — some surely for the first time — “Come home, come home, you who are weary, come home; Earnestly, tenderly, Jesus is calling. Calling, O sinner, come home!”

I was overcome with joy and profound thankfulness for what happened in that room that Thursday afternoon. 
We all got to see an evangelist pleading with sinners, pointing to Christ, unashamed to plead with emotion and passion and agonized urgency. 
I heard the conviction in the voices of a rising generation as we sang that hymn, and my spirit rose within me. 
I was thrilled to lose my composure for the sake of a moment of such joy.

“Softly and tenderly” still rings in my ears, and John Piper’s anointed exposition still rings in my heart. 

I am thankful beyond words to know that others will hear this message. Don’t dare miss it.


Here is the moving seven-minute excerpt about his father’s evangelistic invitations of John Piper’s message at Together for the Gospel:


by Albert Mohler





Albert Mohler serves as president of The Southern Baptist Theological Seminary in Louisville, KY.

Thursday, March 20, 2014

See Through the Sour Wine




by Jonathan Parnell



See Through the Sour Wine










It was an act of cruelty, not comfort. 

That is what we see in the last minutes of Jesus’s life, as described in the Gospel of Mark.

Customary of Mark, he gets straight to the point in Mark 15:33. 
The sixth hour had come and brought darkness. Now it was the ninth hour, three in the afternoon, darkness still smothering the landscape. 
And Jesus cries out with a loud voice,
Eloi, Eloi, lema sabachthani?

Mark tells us the Aramaic because that is exactly what Jesus said. 
The details are important here. Jesus shouts toward heaven, which Mark translates for us, “My God, my God, why have you forsaken me?”

Misunderstood, Again


Jesus has quoted from Psalm 22:1, identifying himself with the righteous sufferer from the Psalms of David. 
This is the most theologically rich moment in history. 
It should have overwhelmed those familiar with the Hebrew Scriptures. 
It should have made things click. 
Everything should have made sense. 
But actually, few, if anyone, heard Jesus right.

The bystanders are standing there when Jesus addresses God in Aramaic — “Eloi, Eloi” — but they mistake him to be calling for Elijah — “Eli, Eli.” 
They misunderstand, yet again, the most misunderstood man to ever live. And what do they do?

How do they respond to the battered-breath cry of a dying man, which they confuse to be an appeal to Elijah for rescue?

Have Some Sour Wine


One of the confused bystanders rushes to fill a sponge with sour wine, puts it on a reed, and offers it to Jesus for a drink, saying “Wait, let us see whether Elijah will come to take him down” (verse 36). 
Immediately, Mark tells us, Jesus uttered a loud cry and breathed his last (verse 37). He died.

So the sponge didn’t work. 
What was this bystander up to anyway? What was he doing?

It was nasty, every bit of it. 
As much as we’d like to imagine that there was this one nice guy at the foot of the cross that Friday, that maybe this fellow felt sorry for Jesus and tried to help, the Bible indicates otherwise.

There is another key passage in the Psalms, similar to Psalm 22, that foreshadows the suffering of Jesus. 
It is Psalm 69, which says in verse 21, “They gave me poison for food, and for my thirst they gave me sour wine.” 
The righteous sufferer, in his moment of agony, is given sour wine. 
This is no kindness. It is insult, mockery. 
And each Gospel writer alludes to this when they describe Jesus’s death, specifically citing “sour wine” (Matthew 27:48; Mark 15:36; Luke 23:36; John 19:29). 
Not to mention, the “reed” that extended this sour wine links back to the “reed” used to strike Jesus in the face (Mark 15:19).

On the Ground of Golgotha


So we know overall, because of the Psalms and how it plays out in the other Gospels, this sour wine is a bad move. 
It is yet another sting in the excruciating cross of our Savior. 
And I think Mark, in particular, shows us how. 
Theologically, we can understand its heinous role in the mockery, in the Messiah’s suffering, but then Mark brings us down to the ground of Golgotha. 
Again, the details are important.

According to Mark’s account, there is more rationale for why the bystander, after mistaking Jesus to be calling for Elijah, offers him the sour wine. 
We see it in his words. He offers the sponge to Jesus and says, “Wait, let us see whether Elijah will come take him down” (Mark 15:36). 
Wait, he says. Wait. 
Jesus is nearing his final breath, as the next verse says, “he breathed his last” (verse 37). 
And this bystander says to wait.

Wait, in other words, let’s not let him die yet. 
Let’s help him hang on a little longer to see if Elijah might really come.

We don’t know exactly what this bystander had seen. 
Presumably he had at least heard that Jesus worked wonders. Thousands had eaten when there wasn’t any food. 
Real people who once could not walk, or see, now could. 
Whether witnessed or heard, this bystander knew the dying man on the tree had a reputation for the miraculous. 
And here, in the intensity of Jesus’s passion, just before he breathed his last, the bystander wanted to squeeze him just one more time for some good glitz.
He didn’t really think Elijah would come, but maybe. 
Jesus had done some amazing things. 
But now, the bystander didn’t really hope for his rescue, he wanted his dazzle. He didn’t want a suffering Savior, he wanted a spectacular stunt. 
He didn’t want Jesus, he wanted his show.

And so did we.


The Deep Miracle


That is how sin works. 
That’s what you do if you’ve only heard of someone without really knowing them. 
You care about what they can give you. 
It’s about the gifts, not the Giver. 
We want the stuff of salvation, not the One to whom we’re saved.

And only a miracle can change this — a miracle of depth, not glamor. 
Which is what Jesus does. 
The real miracle is not in the hype our fallen hearts would hope for, but in the quiet wonder of making our fallen hearts alive. 
Jesus makes us see. 
Really see. 
Through the gifts. 
Through the goods. 
Through the sour wine.

Jesus makes us really see him.



Tuesday, January 21, 2014

Five Benefits of Asking God to Hurry



by Steve Fuller


Five Benefits of Asking God to Hurry




















There’s something I’ve been praying about. 
The church where I serve as pastor needs a part-time worship leader. 
Our present leader has served us well, but his schedule is changing and he plans to step down. 
So, of course, I’ve been networking, calling, posting on church employment sites — and praying.

So far, God has not provided — and the problem is that I need him to provide soon. 
I can hear the clock ticking. The deadline is approaching. 
What are we going to do without a worship leader? 
Yes, I’m starting to worry.

So How Should I Pray?

I could just keep praying, “Father, please provide us with a new worship leader” — and leave it at that. 
But the Bible shows us more. 
You’ll notice that the psalmists often ask God to hurry.

This is all throughout the Psalms:
But you, O Lᴏʀᴅ, do not be far off! O you my help, come quickly to my aid! (Psalm 22:19) 
Make haste to help me, O Lᴏʀᴅ, my salvation! (Psalm 38:22) 
Be pleased, O Lᴏʀᴅ, to deliver me! O Lᴏʀᴅ, make haste to help me! (Psalm 40:13) 
You are my help and my deliverer; do not delay, O my God! (Psalm 40:17) 
Make haste, O God, to deliver me! O Lᴏʀᴅ, make haste to help me! (Psalm 70:1) 
But I am poor and needy; hasten to me, O God! You are my help and my deliverer; O Lᴏʀᴅ, do not delay! (Psalm 70:5) 
O God, be not far from me; O my God, make haste to help me! (Psalm 71:12) 
O Lᴏʀᴅ, I call upon you; hasten to me! Give ear to my voice when I call to you! (Psalm 141:1)



This makes me wonder: why don’t I pray like that?

So I’ve started it. 
Following the example of psalmists, I’ve been asking God to hurry. 
And I’m discovering at least five benefits.

1. It reminds us that God is sovereign over timing.

It’s easy to think the reason our church doesn’t yet have the new worship leader is because there are not many worship leaders available, or because the position is only part-time, or because this is a bad time of year to be looking, and so forth. 
But when I pray, “Father, quickly provide us with a worship leader; don’t delay in helping us” — it reminds me that God can provide for us quickly. 
He can overcome all of our problems. 
He will answer our prayers and provide for us exactly when we need him.

Like David said, “My times are in your hand” (Psalm 31:15).


2. It helps us see the goodness of God’s timing.

When I ask God to hurry, and realize that God is perfectly good, I see that timing is part of his perfect goodness. 
This is crucial because we can easily grumble about God’s timing. 
But like David said, “The Lᴏʀᴅ is righteous in all his ways and kind in all his works” (Psalm 145:17).

All his works — including their timing. 
So every day of delay is part of that goodness. 
It is a gift of another day to pray, to depend on him, to seek him.

When we see that delays are part of his loving plan, it helps us humble ourselves before him, and trust him.

3. It helps prayer be honest.

If we long for God to provide something quickly, but we don’t express that longing when we pray, then we’re not being honest. 
We are holding part of our hearts away from him. 
We’re not entrusting that desire to him. 
And that can grow into frustration and bitterness. 
That’s one reason God wants us to pour out our souls before him (1 Samuel 1:15). 
I have found that the more I open my heart to him, expressing my longing that he act quickly, the more I experience his comfort and heart-satisfying presence.

4. It helps me pray earnestly.

Jesus said it is good to be earnest in prayer: “I tell you, though he will not get up and give him anything because he is his friend, yet because of his impudence [persistence, earnestness] he will rise and give him whatever he needs” (Luke 11:8).

When we ask God to work we usually feel some earnestness. 
But when we add, “please do this quickly; please hurry” — the earnestness grows. 
Maybe it’s because when we express our longing for haste, we end up feeling it even more. 
But whatever the reason, when we ask God to hurry, our prayers will become more fervent.

5. It stirs God to answer more quickly.

There’s mystery here. James says, “we have not because we ask not” (James 4:2). 
So there are times when the reason we do not receive something is because we did not ask God for it. 
Which means that, generally speaking, if we humbly ask God to hurry, God will hurry more than if we had not asked.

So, when we long for God to hurry, let us be like the psalmists. 
Let us humbly and earnestly ask God to hurry — for his glory and our good.



Wednesday, January 1, 2014

Don’t Waste Your Weaknesses in 2014












In 2014, I encourage you to identify and exploit your weaknesses for the glory of Christ. 
I would like to give you an illustration from my own life, but first let me clarify what I mean.

Since 2007, millions of people have read books and taken inventories designed to find our strengths. 
These are useful for positioning people in places of maximum effectiveness.

God’s Work in Our Weaknesses
But I am calling you to give attention and effort in finding your weaknesses and maximizing their God-given purpose. 
The Bible tells us what that purpose is in 2 Corinthians 12:8–10. 
Paul had been given a “thorn in the flesh” which was one instance of a “weakness.” 
Why?
A thorn was given me in the flesh, a messenger of Satan to harass me, to keep me from becoming conceited. Three times I pleaded with the Lord about this, that it should leave me. But he said to me, “My grace is sufficient for you, for my power is made perfect in weakness.” Therefore I will boast all the more gladly of my weaknesses, so that the power of Christ may rest upon me. For the sake of Christ, then, I am content with weaknesses, insults, hardships, persecutions, and calamities. For when I am weak, then I am strong.



Paul mentions four purposes for his weaknesses.
  1. “To keep me from becoming conceited” (verse 7).
  2. “Christ’s power is made perfect in weakness” (verse 9).
  3. “So that the power of Christ may rest upon me” (verse 9).
  4. “When I am weak, then I am strong” (verse 10).

Paul’s Humility and Christ’s Power
Even though this weakness of the thorn is called “a messenger of Satan,” the purposes are clearly not Satan’s. 
Satan does not want Christ’s power to be made perfect! 
God does. 
So God is overruling Satan’s design with his own. 
In other words, wherever the Christian’s weaknesses come from, they have a God-given purpose. 
They are not fortuitous.

We can sum up the purpose of Paul’s weakness like this: securing Paul’s humility and showing Christ’s power. 
That’s why God made sure Paul had weaknesses — to keep him “from becoming conceited” and to give him a more obvious experience of the power of Christ resting on him.

One Goal for 2014

What is your goal in 2014? 
I hope it is to be humble and to magnify the power of Christ. 
If it is, then one key strategy is to identify and exploit your weaknesses.

What does this mean? 
Negatively, it means that we stop complaining (to God and to people) about the things we are constitutionally not good at. 
And, positively, it means that we look for ways to turn our weaknesses into a Christ-exalting experience.

When I say “constitutionally not good at,” I mean that we have done our best to overcome the weakness, but we can’t. 
God has ordained that, through genetics or life-experience, we are limited, broken, weak. 
Paul asked that God would take his weakness away (verse 8), but God said no. 
Which means that sooner or later, we should stop praying against the weakness and accept it as God’s design for our humility and the glory of Christ.

What This Meant for Me

I’ll use myself as a simple example. 
I read slowly — about as fast as I speak. 
Many people read five or ten times faster than I do. 
I tried for years to overcome this weakness, with special classes and books and techniques. 
After about two decades of bemoaning this weakness (from age 17 to 37 or so), I saw there would be no change. 
This is one reason I left college teaching and the academic life. 
I knew I could never be what scholars ought to be: widely read.

What did it mean for me to identify and exploit this weakness? 
It meant first that I accept this as God’s design for my life. 
I will never read fast. 
It meant I stop complaining about it. 
It meant that I take my love for reading and do with it what I can for the glory of Christ. 
If I can only read slowly, I will do all I can to read deeply. 
I will exploit slowness. 
I will ask Jesus to show me more in reading little than many see in reading much. I will ask Jesus to magnify his power in making my slowness more fruitful than speed.
In realizing I cannot read many books, I will pour my limited scope into reading one book better than any other — the Bible. 
If I must read fewer of many books, then I will read more carefully the greatest book.

Exploit Your Weaknesses

Now after all these years, I say with Paul, “I boast all the more gladly in this weakness, so that the power of Christ may rest upon me” (verse 9). 
Christ has been faithful to fulfill his purpose. 
He has magnified himself in this weakness.

If I had angrily resented God all these years that he did not let me be a comprehensively well-read scholar, I would not have exploited this weakness. 
I would have wasted it.

So this year, don’t focus too much on finding your strengths. 
Give attention to identify and exploit your weaknesses. 
God has not given them to you in vain. 
Identify them. 
Accept them. 
Exploit them. 
Magnify the power of Christ with them. 

Don’t waste your weaknesses.